über blechfilm

Servus, ich bin der Christian.

Mit knapp 10 Jahren hielt ich das erste Mal zur Jahrtausendwende den Camcorder meines Vaters in den Händen – ein klasse Gerät.
Es gab so viele Knöpfe zum Drücken und einer davon öffnete automatisch das Kassettenfach und die gute alte Hi8 Kassette kam zum Vorschein – ich war fasziniert von der Technik.

Gemeinsam mit Freunden habe ich viele schöne Stunden vor und hinter dieser Kamera verbracht. Wir haben wirklich viel Quatsch aufgenommen, eben alles was uns gerade in den Sinn kam.
Inspiriert von großen Hollywood Blockbustern drehten wir unsere eigenen Geschichten, mit den einfachsten Mitteln die uns zur Verfügung standen – an Kreativität hat es nie gemangelt. 😀

Zu Beginn überspulten wir Szene für Szene auf der Kamera, und erledigten somit den Schnitt kameraintern. Eines Tages entdeckte ich die Schnittsoftware “Windows Movie Maker” unter Windows XP auf “Papas Rechner”.
Es nahm etwas Zeit in Anspruch, bis ich die Technik und den Kniff raushatte, wie man das gefilmte Material von den alten Hi8 Kassetten auf den Rechner bekommt – jetzt konnte es richtig losgehen!

Der Schnitt am PC eröffnete uns völlig neue Möglichkeiten. Ich exportierte einzelne Standbilder des Videos und bearbeitete diese Stück für Stück mit dem Programm “Paint”, um so Objekte und Effekte einfügen zu können. Die einzelnen Frames fügte ich später wieder zusammen und erhielt so die bearbeitete Videosequenz – eine enorme Arbeit, aber wir waren absolut von dem Ergebnis überwältigt. Uns waren damals keine vergleichbaren Möglichkeiten durch Effektsoftware etc. bekannt.

Mit der Zeit stockte ich meine Technik immer wieder auf. Von der Hi8 Kassette weg, ging es zunächst hin zum Camcorder, welcher auf Mini DVD aufnahm und so die Übertragung auf den PC erleichtern sollte. Die Betonung liegt auf sollte, denn das ausgegebene Disk-Format musste auch erst zeit- und datenintensiv umgewandelt werden um letztendlich im Schnittprogramm importiert werden zu können.
Wirkliche Erleichterung brachte dann endlich die SD-Karte mit sich. Die Files können endlich direkt vom Kamerasystem über die SD Karte auf den Rechner gezogen werden und direkt im Schnittprogramm verwendet werden – heutzutage Standard, damals eine Revolution für mich.

Aus zwei mach eins –
Tuner und Filmer.

Mit der Zeit wurden die gemeinsamen Videodrehs weniger, wir waren fertig mit der Schule, jeder begann eine Lehre, wir hatten einfach weniger Zeit.
Mit dem Einstieg in die Arbeitswelt kam auch der Führerschein und das erste eigene KFZ – Ich hatte ein neues Hobby: Am Auto schrauben.
Auch ein paar meiner Freunde konnten sich mit der Leidenschaft zum Automobil identifizieren. Von hier an wurde mehr geschraubt, als gefilmt.

Ein paar Jahre und viele Schrauberstunden später, kam ich auf die Idee meine Kamera wieder auszupacken und meinen modifizierten GTI vor die Linse zu stellen.
Das Fahrzeugvideo kam gut an und schnell waren Freunde mit “modifizierten” Fahrzeugen gefunden, welche auch solch ein Video bekommen sollten.

Eines Abends entstand dann in gemütlicher Runde der Name des heutigen Unternehmens – ich filme Blech, also ist es ein Blechfilm.

Mit dem ersten eigenen Firmenlogo und der Kamera im Gepäck wurden 2013 erstmals verschiedene Tuningtreffen angesteuert. Die entstandenen Eventvideos bekamen sehr viel positives Feedback und der Name Blechfilm verbreitete sich rasch in der Tuning-Szene.

Heute, millionenfache Videoaufrufe später, freue ich mich wahnsinnig ein fester Teil in der ständig wachsenden Szene zu sein. Jede neue Bekanntschaft, jedes neue Fahrzeug und jede neue Erfahrung bringt mich ein Stück weiter und auf neue Ideen, die ich gerne in meinen Blechfilmen mit der Szene teile.